Ecuador: Eindrücke der Sommerreise 2012 in den Amazonas/Yasuní

„Yasuní-ITT: It had changed the narrative” so die Bewertung von Ministerin Espinoza. Aber das heißt noch lange nicht, dass im Gebiet des Nationalparks Yasuní die Ölförderung beendet wird.

Es war meine erste touristische Reise nach Ecuador. Fünfmal habe ich innerhalb von 10 Jahren das Land besucht. Bei diesem Mal wollte ich auch einmal privat die Gelegenheit nutzen, auch außerhalb von politischen Pfaden Ecuador besser kennenzulernen. Dennoch spielte natürlich die Zukunft des Yasuní-Nationalparks eine wichtige Rolle auf der Reise.

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Von Windkraft bis Biogas

Energietour der Grünen führte durch Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Hille

Öl, Erdgas, Kohle – all dies ist endlich. In den kommenden Jahrzehnten werden die Reserven sämtlicher fossiler Brennstoffe fast aufgebraucht sein. Damit werden die Preise für die meisten Menschen nicht mehr zu bezahlen sein.

Was tun? Die Alternativen sind erneuerbare Energien. Auf ihrer „Energietour“ haben Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Minden-Lübbecke in Kooperation mit dem Wahlkreisbüro von Ute Koczy am 30. Juni 2012 interessierten Bürgerinnen und Bürgern Chancen, aber auch Fragen zur Energiewende näher gebracht. Initiiert wurde die Tour von der grünen Arbeitsgemeinschaft „OWL Erneuerbar“, die mit solchen Energiebustouren Projekte in Ostwestfalen-Lippe konkret sichtbar machen will.

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Öl versus Wald – warum der Erhalt des Regenwaldes wichtig ist

Öl versus Wald: „Yasunisieren“ wir die Welt!

Ecuador hat der Welt 2007 einen Aufsehen erregenden Vorschlag unterbreitet: Die ecuadorianische Regierung will sich verpflichten, 846 Millionen Barrel Erdöl, die unter einem Teil des Nationalparks Yasuní liegen, in der Erde zu lassen. Als Kompensation dafür sollen der geschätzte Gegenwert von über 7,5 Milliarden USD zur Hälfte durch die internationale Gemeinschaft ersetzt werden. In einem ersten Schritt sollen bis Ende diesen Jahres 100 Millionen Dollar in den Fonds des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) eingezahlt werden. Danach will die Regierung Ecuadors die Ergebnisse des Aufrufs evaluieren. Internationale Unterstützung ist dringend notwendig!

Unter dem Titel: „Öl versus Wald: Ist Yasuní noch zu retten?“ lud die Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit dem Klimabündnis und Oro Verde am 13.10.2011 zu einer Podiumsdiskussion. Ivonne Yánes von Acción Ecológica stellte auf der sehr gut besuchten Veranstaltung dar, wie ecuadorianische Umweltorganisationen den aktuellen Stand der Yasuní–Initiative bewerten. Ihre Ausführungen machten deutlich, wie tief die Initiative in der ecuadorianischen Zivilgesellschaft verankert ist. Diese Unterstützung für Yasuní ist beeindruckend – innerhalb der ecuadorianischen Bevölkerung herrscht ein breiter Konsens, das Öl im Boden zu lassen, die Yasuní-Kampagne genießt in Ecuador eine enorme Popularität. Indigene Gruppen, NGOs, aber auch Kinder und Jugendliche kämpfen gemeinsam für Yasuní. In den Ausführungen von Ivonne Yánes wurde deutlich, dass der Vorschlag zum Verzicht auf die Ölförderung von Präsident Rafael Correa auf einer jahrelangen Vorarbeit zivilgesellschaftlicher Gruppen basiert. Gleichzeitig zeige die öffentliche Unterstützung der Yasuní-Initiative jedoch auch, dass mit ihr ein gesellschaftlicher Wandel einhergeht, und zwar unabhängig von der Haltung der ecuadorianischen Regierung. In der ecuadorianischen Verfassung ist seit 2007 eine weitreichende Anerkennung der Rechte der Natur (Artikel 407) verankert. Die kann jedoch vom Präsidenten ausgehebelt werden kann, es sei denn Parlament oder Volksbefragung sehen dies anders. Dennoch: Die Yasuní-Initiative ist zukunftsweisend für den Übergang in das Post-Öl-Zeitalter. Sie geht weit über den reinen Waldschutz hinaus. Gerade aus diesem Grund sind die von Minister Niebel alternativ vorgeschlagenen REDD-Instrumente, die Klimaschutz über Marktmechanismen herstellen sollen, kein adäquater Ersatz für die Initiative zum Schutz des Nationalparks Yasuní-ITT.

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