Trostfrauen – Koreanische Frauen kämpfen für ihre Rechte

Ruhig sitzt sie da. Das junge Mädchen mit dem Spatz auf der Schulter.  Sie ist Friedensmahnmal und erinnert an die erste Demonstration gegen die sexuelle Versklavung von koreanischen Frauen im Jahr 1992 vor der japanischen Botschaft.
Anfang der 1990er brachen die ersten der sogenannten „Trostfrauen“ das Tabu und sprachen öffentlich darüber, wie das japanische Militär sie im Asien-Pazifik-Krieg (1937-1945) als Mädchen und jungen Frauen zur sexuellen Sklaverei gezwungen hatten. Heute wissen wir, dass es in mehr als 13 verschiedenen Ländern solche Opfer von Zwangsprostitution gab.

Die AG Trostfrauen des Korea-Verbandes lud mich am 2.12.2012 zur Konferenz nach Berlin ein, um für Frau Gil Wok-On einleitene Wort bei ihrer Ehrung zu sprechen. Die 90jährige Frau war im Alter von 13 Jahren aus Pjöngjang verschleppt worden und musste bis zu ihrem 18 Lebensjahr in China in einer „Trost-Station“ arbeiten. Frau Gil Won-Ok wurde  Menschenrechtsaktivistin und setzt sich für Frauen in ehemaligen und aktuellen Kriegsgebieten ein: „Wir kämpfen weiter darum, jeden Tag zu überstehen, um unsere zertretene Ehre wiederzuerlangen“.
Bis heute warten die Trostfrauen auf eine aufrichtige Entschuldigung und offizielle Entschädigung von der japanischen Regierung. 2007 verabschiedeten vier Parlamente in den USA, den Niederlanden, Kanada und das Europäische Parlament eine Resolution, die immer noch nicht umgesetzt wurde. Auch Deutschland hat diese Resolution beschämenderweise nicht unterzeichnet.
Es war eine sehr beeindruckende Veranstaltung. Weitere Informationen finden sich auch hier: http://trostfrauen.de/

 

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„Nachhaltig, gleichgestellt, fair – Jetzt handeln“

Auf dem Weg zu einer Post-2015 Agenda lud das Nationale Komitee Deutschland von UN Women nach Berlin. In drei Etappen (ökologische, soziale und ökonomische Dimension) wurden Forderungen diskutiert, die als Ergebnis in den Prozeß eingespeist werden … https://www.unwomen.de/ueber-uns/der-verein/nationale-aktivitaeten/internationales-symposium-nachhaltig-gleichgestellt-fair-jetzt-handeln.html

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Frauenpolitik – ein Artikel zum 8.März 2013

Zum 8.März 2013
Frauenpolitik – ein weltweiter Imperativ!
Von Barbara Unmüßig und Ute Koczy

Gewalt gegen Frauen ist Alltag – überall auf der Welt. Das Attentat auf eine Schülerin in Pakistan oder die brutale Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Frau in Indien schaffen es ab und an in die Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit. Doch viel zu oft folgt auf den medialen Aufschrei: Nichts. Viel zu wenig werden die strukturellen Ursachen von Armut und Gewalt, die Machtunterschiede und Dominanzverhältnisse thematisiert. Mangelnde Rechte, kaum Zugang zu Ressourcen oder fehlende politische Partizipation von Frauen blockieren die Wege zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft. Ein Zustand, der auch die deutsche Entwicklungspolitik zum energischen Handeln auffordert.

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