Yasuní – alte und neue Öllasten!

Das Ringen um die Zukunft des Nationalparks in Ecuador geht weiter. Gerne verweise ich hierzu auch auf das aufschlussreiche Interview in den Lateinamerikanachrichten mit Esperanza Martinez (Ausgabe 480).
Sie ist eine langjährige Aktivistin, die seit fast 30 Jahren die Ölförderung im Amazonas kritisch begleitet. Ihr Engagement leistet sie für die Nichtregierungsorganisationen accion ecologica und oilwatch-Ecuador.
Sie war es auch, die damals die Toxic-Touren zu den Ölseen im Amazonas mit initiert hat. Diese Ölteiche sind giftige Altlasten aus vergangenen Jahrzehnten, um deren Entsorgung man seit mehr als 12 Jahren vor Gericht kämpft. Angesichts dieser bleibenden Umweltkatastrophen ist die weitere Belastung des sensiblen Gleichgewichts im Amazonas durch weitere Ölförderungen höchst problematisch.

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Lizenz zum Fördern: Yasuní-ITT für Schwerölausbeute weiter mißbraucht

Lizenz zum Fördern: Yasuní-Nationalpark wird im Block-ITT für Schwerölausbeute mißbraucht

Die Ticker brachten die Neuigkeiten am Freitag, den 23. Mai 14 über den Atlantik. Der Yasuní-Nationalpark wird auch unter dem linken Präsidenten Rafael Correa kurzsichtigen Interessen geopfert.  Nun hat der Staat Ecuador die Förderlizenz im Gebiet ITT an die staatseigene Ölfirma erteilt.  Weiterlesen

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Yasuní-ITT und weitere Infos

Was wird aus dem Nationalpark Yasuní in Ecuador? Gibt es Neuigkeiten aus der deutschen Szene? Weiterlesen

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Ecuador: Eindrücke der Sommerreise 2012 in den Amazonas/Yasuní

„Yasuní-ITT: It had changed the narrative” so die Bewertung von Ministerin Espinoza. Aber das heißt noch lange nicht, dass im Gebiet des Nationalparks Yasuní die Ölförderung beendet wird.

Es war meine erste touristische Reise nach Ecuador. Fünfmal habe ich innerhalb von 10 Jahren das Land besucht. Bei diesem Mal wollte ich auch einmal privat die Gelegenheit nutzen, auch außerhalb von politischen Pfaden Ecuador besser kennenzulernen. Dennoch spielte natürlich die Zukunft des Yasuní-Nationalparks eine wichtige Rolle auf der Reise.

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Weltkulturerbe schützen – Reisebericht Oktober 2011

Weltnaturerbe Yasuní schützen – auf Delegationsreise in Ecuador

Aras, Boas und Totenkopfäffchen – für mich als Reisende in den Amazonas blieben keine Wünsche offen. Aber die dauerhafte Rettung des Yasuní-Nationalpark ist eine Mammutaufgabe.

Eine Lösung finden – unter diesem Motto reisten wir vier Abgeordneten vom 5.-10.Oktober 2011 nach Ecuador. Auf Einladung der Verhandlungsführerin der ecuadorianischen Regierung für die ITT-Initiative, Ivonne Baki, fuhren Delegationsleiter Volkmar Klein (CDU), Lothar Binding (SPD), Sabine Stüber (Linke) und ich im Auftrag des Bundestages zu offiziellen Gesprächen nach Quito und in den Yasuní-Nationalpark.

Zum Hintergrund:
Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass der Yasuní-Nationalpark im Amazonas von Ecuador in der artenreichsten Region des gesamten amerikanischen Kontinents liegt. Er gehört damit zu den wichtigsten „Hot-Spots“ der Biodiversität der Welt. Doch dieses Paradies ist bedroht, nicht nur durch Abholzung, sondern vor allem durch Ölförderung. Nach über 40 Jahren einer umweltschädigenden Ölförderung trat 2007 der frisch gewählte Präsident Rafael Correa an die Weltöffentlichkeit und schlug vor, dass die riesigen Ölfunde unter einem kleinen Teil des Yasuní nicht gefördert werden sollen. Stattdessen sollte sich die internationale Gemeinschaft dazu bereit erklären, die Hälfte der entgangenen Einnahmen zu kompensieren.
In Deutschland stieß dieser innovative Vorschlag auf große Resonanz und wurde vom gesamten Bundestag unterstützt. Die Regierung erhielt damals den Auftrag, nach Wegen zu suchen, die Idee umzusetzen. Die Lösung hieß, dass ein Treuhandfonds gegründet werden sollte, damit die dort eingehenden Mittel für Maßnahmen und Projekte in Ecuador genutzt werden könnten. Doch nach dem Regierungswechsel in Deutschland kam es zum Meinungsumschwung im Entwicklungsministerium. Eine Einzahlung in den Treuhandfonds kommt für Minister Dirk Niebel (FDP) nicht in Frage, allerdings steht die Option der Unterstützung für andere soziale Projekte und Waldschutzmaßnahmen. Da Präsident Correa angekündigt hat, dass beim Nichterreichen von Einzahlungen von 100 Mio. USD bis Ende 2011 das Öl gefördert werden würde, droht das Scheitern dieser innovativen Idee.
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