Ressourcenkonferenz auf Einladung der sef in Potsdam, 07-08 Mai 2014

Natural Resource Governance in Africa. How to benefit from Regional Integration

Wer hätte das gedacht? Frank Zappa als Taktgeber für eine Konferenz zu Rohstoffen und regionale Integration in Afrika. Marinke van Reit, Vertreterin von „Publish What You Pay (PWYP)“ zitierte den Rockstar: „Without derivations from the norm progress isn’t possible“ (ohne Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich).

Auch die Nichtregierungsorganisation PWYP hatte seiner Zeit das Unmögliche gefordert: nämlich Transparenz im Rohstoffsektor von Seiten der Unternehmen und Regierungen. Übrigens sehr erfolgreich, denn nicht nur ist PWYP inzwischen mit 800 zivilen Organisationen weltweit aktiv, sondern daraus entwickelt sich auch 2002 unter Tony Blair die staatliche orientierte Organisation EITI (Extraktive Rohstofftransparenzinitiative), die heute die Standards auf internationaler Ebene setzt.

Ja, es ist viel passiert seitdem. Nein, der Rohstofffluch ist bis heute nicht überwunden – und doch: es tut sich einiges. Es ist zwar noch längst nicht genug, aber die Hebel für mehr Rohstoffgerechtigkeit sind sichtbar.

14 Mit Anthony in Potsdam Resource Governance

Foto: Mit Anthony Lyamunda aus Tansania. Er ist der Direktor der NGO CESOPE, die sich u.a. dafür einsetzt, die Bevölkerung über die Folgen von Uranabbau zu informieren.

Mit der „Africa Mining Vision“ der afrikanischen Union von 2009 war ein wichtiger Startpunkt gesetzt, kürzlich, 2013, kam das „AMDC – African Minerals Development Center“ hinzu. Es soll strategische und operativen Support für die Umsetzung der „Vision“ ermöglichen.

Mit ihrer Frühjahrstagung stieß die Stiftung Entwicklung und Frieden bei fast 90 TeilnehmerInnen auf großes Interesse. Die ExpertInnen, viele aus den afrikanischen Ländern, bezogen Stellung zu der Frage, wie und ob es gelingt, das Vermögen aus den Bodenschätzen gerechter zu verteilen.

Trotz der zahlreich benannten Initiativen und der schwer erreichten Erfolge für mehr Rohstoffgerechtigkeit bleibt es ein unhaltbarer Zustand, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Wer Näheres erfahren will, findet dieses auf der Homepage der sef: www.sef-bonn.org

Share Button