Je suis Charlie

Meine Wünsche zum Jahresauftakt gingen nicht in Erfüllung. Das Massaker in der Redaktionsräumen der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat einen neue Situation geschaffen. Dem Anschlag auf die Pressefreiheit am 7.Januar folgten internationale Solidaritätsbekundungen durch einen weltumspannenden Slogan „Je suis Charlie“.
Es war eine beeindruckende Mobilisierung gegen den Terror – der sich inzwischen in vielen Ländern dieser Welt festgesetzt hat und Menschen dem Grauen aussetzt. Die Vernichtung ganzer Stadtteile durch Boko Harum in Nigeria ist da nur ein weiterer Bestandteil von ungezügelten Gewalt. Dass dies im Namen von „Religion“ passiert, ist entsetzlich und abstoßend, aber bittere Realität. Michel Wieviorka, Forschungsdirektor an der École des Hautes Études an Sciences Sociales (EHESS), bringt es mit Blick auf islamistische Attentäter auf diesen Punkt: „Was sie alle eint: Sie fühlen sich an den Rand gedrängt und unterlegen. Da geht es nie um Religion, sondern um das Gefühl radikalen Ausgeschlossenseins“ (SZ. 19.Jan.2015).
Meiner Meinung nach gibt diese Analyse wichtige Anhaltspunkte, in welcher Richtung sich Gesellschaft und Politik bewegen müssen: Menschen das Gefühl/Bewußtsein geben, dass sie dazu gehören! Eine Kultur der Anerkennung schaffen…

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