Entwicklungspolitische Diskussionstage 2014, Berlin 20.Mai

Another BRICk in the wall? Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung Afrikas

Machbare Alternativen aufzeigen und neben Wachstum auch soziale und ökologische Nachhaltigkeit sicherstellen. Das waren die Oberthemen auf dem Podium in der Heinrich-Böll-Stiftung, das von dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität in Kooperation mit der HBS durchgeführt wurde.

Es war ein sonniger Tag, der große Konferenzsaal war bestens gefüllt und das Podium wurde zielsicher gelenkt. Der Vormittag verflog wie im Nu. Wir vier auf dem Podium, Prof. Dr. Theo Rauch (FU Berlin), Andreas Wenzel (SAFRI), MinDirig Dr . Jürgen Zattler und ich, gaben viel Stoff in die Debatte, um dem großen Anspruch des Themas gerecht zu werden.

Wir alle betonten, wie schwierig es ist, diesen pluralen Kontinent „Afrika“ unter einen Hut zu bringen. Wichtig ist es, zu differenzieren. Einzelne Regionen in Afrika, einzelne Staaten werden sich ein Vorreitermodell für nachhaltige Entwickelung entpuppen, aber für den gesamten Kontinent wird dies erst mal nicht gelingen.

Mir ging es vor allem darum zu unterstreichen, dass die Einteilung Industrie- oder Entwicklungsland überholt. Da müssen wir uns von alten Bildern lösen. Und mit Blick auf den CO2 Ausstoß und unserer Verantwortung gilt doch wohl: Deutschland ist das Entwicklungsland.

Fünf Überlegungen brachte ich in die Debatte ein, , damit „Afrika als Vorreiter eines neuen nachhaltigen Entwicklungsmodells in die Geschichte“ eingeht:
1. einen einigenden politischen Willen auf dem gesamten Kontinent, eine menschenrechtsbasierte, nachhaltige Entwicklung voranzutreiben;
2. ein gemeinsames Bewusstsein der zentralen Herausforderungen: Klimapolitik, Erneuerbare Energien, Ernährungssicherheit, Digitale Vernetzung, Konflikte/Terrorismus.
3. Wertschöpfung im eigenen Land und Investitionen in die Grundversorgung (z.B.: Bildung, Gesundheit)
4. Gleichberechtigung und Partizipation der Bevölkerung.
5. und das Prinzip „Leap Frogging“ – Überwinden von Entwicklungsstufen…

Dass die Diskussionstage sich im weiteren Verlauf auch den Themen “ Afrikas Zivilgesellschaften zwischen Förderung und Überforderung“ und „Gender in der Sackgasse? Alternativen und Perspektiven in der Entwicklungszusammenarbeit“ widmeten, spricht für die VeranstalterInnen und ihre Teams!

Siehe auch:
www.sle-berlin.de

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